Donnerstag, 20. November 2014

Was mache ich, wenn...

Ich habe mir gedacht, mal eine "Was mache ich, wenn..." Liste aufzuschreiben, denn ich habe schon so viele knifflige Momente gehabt und dementsprechend selbst Erfahrungen gesammelt, wie ich damit am besten umgehen konnte! 

Hier die bei mir am häufigsten Punkte:

Was mache ich, wenn..

  • ..ich die Sprache nicht versteheIch versuche mich so gut es geht mich anzustrengen, und mit dem Vokabular, welches ich bis jetzt schon aufgebaut habe, zu arbeiten! Es dauert und die Gesprächspartner müssen ggf. Geduld aufwenden, aber es lohnt sich! Kommuniziere so viel du kannst, denn damit kommst du leichter rein, lernst schneller und fühlst dich viiiel besser wenn du dann etwas verstanden hast!!
  • ..es Missverständnisse gibt: Versuche sie so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen und aufzuklären, es ist besser als sich noch tiefer rein zu reiten und am Ende ganz doof da zu stehen! Also versuch nicht immer nur zu nicken und zu lächeln, sondern frage nach Erklärungen, lass es dir erläutern! 
  • ..ich das Essen nicht mag: Sag ich es! Andererseits denken die Köche, dass es mir schmeckt und setzen es mir ggf. öfter mit Gefallen vor! Und lieber einmal höflich offen und ehrlich sein, als sich irgendwas runterzuwürgen, was dann eben nicht mein Geschmack ist!
  • ..ich Probleme mit einem Familienmitglied/ einem/er Freund/in habe: Rede ich mit ihnen! Besonders als Austauschschüler ist die Kommunikation ein riesiger Punkt zum überleben! Wenn mna sich ggf. nicht traut die Karten offen auf den Tisch zu legen, kannst man sich auch einem Betreuer seiner Orga anvertrauen und die um Hilfe bitte! Wichtig ist, dass man seine Probleme nicht in sich hineinfrisst, es ist wichtig nach einer Lösung zu suchen!
  • ..ich in der Schule nicht mitkomme: Ich schaue mir an, was meine Klassenkameraden machen und versuche es so gut es geht, mit ihnen auf einer Lernstufe zu bleiben! Aber in manchen Fächern funktioniert das auch schon allein von der Fremdsprache nicht! Dementsprechend habe ich mit meiner Gastmutter und meiner Lehrerin geredet, was wir verändern könnten, ob ich vielleicht ein eigenes Programm aufstellen könnte, oder Stunden eintausche könnte! Es hat geholfen und es wurde mir ein wenig leichter gemacht, dennoch habe ich genauso wie alle anderen Hausaufgaben zu machen und zu lernen! Sogar mehr Stunden- also sollte man nicht erwarten, dass einem dann direkt die arbeit abgenommen wird, man muss sich dennoch anstrengen!
  • ..mehr als Freundschaft ist: Dies war von meiner Seite nun noch nicht passiert, jedoch hat sich ein Junge ein wenig in mich verguckt und hat mir dies auch gesagt. Ich war total perplex und wusste gar nicht, wie ich zu reagieren hatte, zumal es schwer war mit ihm zu kommunizieren- mit nicht ausreichendem Vokabular! Ich habe ihm auf eine liebe und höfliche Weise beigebracht, dass ich nichts für ihn empfinde und bereits in einer Beziehung bin. Er sprach die nächsten Tage nicht mit mir, doch hat sich wieder beruhigt, auch wenn erstmal auf Abstand. Man sollte klare und deutliche Worte reden, und nicht aus Mitleid ggf. noch größere Hoffnungen machen. Zumal ich nur noch 7 Monate hier bin und die Einheimischen das vielleicht gar nicht so richtig realisiert, dass diese Beziehung keine all zu große Chance hat, bestehen zu bleiben. 

Ich hoffe, wenn ihr selbst in solche Lagen geratet und nicht genau wisst, wie ihr daraus kommen könnt, hat mein Post euch ein ganz wenig geholfen! Ich hätte nie gedacht, das wirklich alles auch bei mir zutreffen wird, aber ich habe es gut überlebt und diese Erfahrungen haben mir sehr geholfen! 

Der nächste Post demnächst wird über mich, mein Auslandsjahr und meine Fernbeziehung nach Deutschland sein! Also schaut gerne mal wieder vorbei :)

Mit den liebsten Grüßen, Eure Franny 

Donnerstag, 13. November 2014

Mi dispiace...

Es tut mir furchtbar leid, aber es gab gewisse Probleme mit Google, Cookies und dämlichen Sachen, wofür mein Technik-Wissen leider nicht genug ausgeprägt ist! Nun versuche ich es nochmal hier und hoffe, dass es mit dieser neuen Seite klappt! 



Ich hab viel nachzuholen, es ist unglaublich viel passiert in den letzten 2 Monaten.. Dementsprechend könnte dieser Post auch ein wenig länger werden..
Ebenso muss ich mich schon jetzt über meine Grammatik und ggf Fehler in meiner Artikulation entschuldigen, da ich schon soweit bin, dass ich es schaffe mich falsch auszudrücken oder z.B. falsche Satzstellung benutze, ich gebe mein Bestes! 

Puh, ich erzähle mal praktisch von Anfang an, was alles nach dem 7. September passiert ist:

Ich hatte meinen ersten Schultag, wo ich ziemlich aufgeregt war, weil ich ja überhaupt nicht wusste, wie die Italiener nun wirklich drauf sind! Es fing gut damit an, dass ich, aufgrund der Wärme eine kurze Hose trug, wie ich das aus Deutschland eben gewohnt war- haha Pustekuchen, der erste Kommentar meiner Direktorin war, dass ich die nächsten Tage bitte nur lange Hosen trage, da kurze Bekleidung verboten ist! Super erster Eindruck also! :)
Als ich in die Klasse kam, wurde ich auf den einzigen freien Platz gesetzt neben einem Mädchen, was nervöser war als ich! Sie konnte VERHÄLTNISMÄSSIG (dazu komme ich später noch) gute Englisch sprechen, dementsprechend saß ich nicht ganz verloren da! 

Meine Klasse war auf den ersten Blick recht sympathisch, nur dass sie sich etwas anders verhalten und wohl oder über auch entwickeln, sodass sie, ohne es böse zu meinen, in meinem Alter sich wie 10-12 jährige verhalten und es doch schon sehr gewöhnungsbedüftig ist, doch mir wurde gesagt, dass das wohl normal sei..!

Der Unterricht in Italien ist komplett frontal, was natürlich optimal ist, um eine Sprache zu lernen (sarkastisch)! Der Lehrer betritt die Klasse und beginnt zu reden. 55 Minuten lang. Dann geht er, und es kommt der nächste! Es wäre ja zu einfach wenn man sich dann einfach zurücklehnen, schlafen, oder mit dem Nachbarn austauschen könnte, ist aber weit gefehlt! Kein Reden, kein tuscheln, ERST RECHT KEIN LACHEN! Es läuft also sehr diszipliniert ab, was ich leider nicht so gewohnt bin! :D

Nun, nach 2 Monaten, beginne ich auch richtige Freunde zu finden, Leute mit denen ich Nachmittags lunchen gehe, mit denen ich lachen und reden kann! Es ist schwieriger,als ich je erwartet hätte, da die Jugendlichen un meinem Alter nicht so offenherzig sind, wie ich dachte- dazu kommt, dass die italienischen Schüler den ganzen Nachmittag lernen!
Also oft ausgehen ist hier nicht angesagt!

Wenn ich gerade bei Schule bin- durch die fremde Sprache, einige Missverständnisse und diese permanent geforderte Konzentration denke ich manchmal daran, wie einfach mein Schüler-Dasein in Deutschland doch war! Ich hatte mittlerweile 4 Mal Heimweh- zum einen wegen Schule, zum anderen wegen den Problemen mit der Kommunikation und den Jugendlichen die um 180° anders erzogen wurden und auch wegen dem Anpassungs-Leben in einer fremden Familie!

Da kann ich auch direkt zu meinem ersten streit mit meiner gleichaltrigen Gastschwester kommen- es war eigentlich ein banaler Grund um zu diskutieren, es dauerte auch nicht lange, da ich einfach mit Nachgeben aus der Diskussion gegangen bin- was normalerweise überhaupt nicht mein Ding ist! Es hat mich bedrückt, dass ich mich einfach habe "unterbuttern" lassen, obwohl ich eigentlich im Recht stand. Ich habe mit meiner Gastmutter darüber geredet und zusammen in einem 3-er Gespräch haben wir das Problem aus der Welt geräumt.

Ist aber eben nicht das einfachste, mit einer Person zusammen zu leben, die genauso selbstbewusst, ehrgeizig  und rechthaberisch ist wie man selbst! Naja, dafür ist ein Auslandsjahr da, man lernt neue Dinge, sammelt tierisch viele Erfahrungen und das gehört bei mir wohl eben dazu :)

Zumal wir auch vieeele wunderschöne Zeiten und Momente zusammen erlebt haben, und es eben doch diese typische geschwisterliche Beziehung gibt :)

Mit meiner Familie unternehme ich durchschnittlich viel- da wir glücklicherweise außer beim Pizza backen keine Familien-Kochabende machen (ich hasse kochen), habe ich andere Chancen um in die Familie integriert zu werden! Ab und an machen wir eine gemeinsame Radtour, gucken Filme oder reden einfach! Ich war erst neulich mit meinen Eltern im Theater, im Musical "Jesus Christ Superstar" und es war Klasse! Es ist gut, wenn man gewisse Interessen mit einigen Familienmitgliedern teilt! :)
Recht zu Anfang waren wir zusammen in deren Ferienhaus in "Celle Ligure" am Meer und es war sooo schön! Ich bin mit Fischen geschwommen, habe die leckerste Focaccia und sogar Seeigel-Eier gegessen (1. und letztes Mal)!











Mein Italienisch wird nun nach 2 Monaten auch immer besser, ich bin in der Lage mit den noch einfachsten Vokabeln zu kommunizieren, mir, wie ich gestern geschafft habe, meine Flatrate im Laden selber aufzuladen und mich in dem komplizierten U-Bahn-Gewirre alleine zurecht zu finden! Ich habe schon so viel geschafft und gelernt, ohne dass ich es richtig mitkriege! Ich wachse mit meinen Erfahrungen, und bin noch weiterhin äußerst optimistisch! Ich freue mich noch auf die weiteren 7 1/2 Monate die noch folgen...ich will nicht mehr weg hier! Und das ist ein Ziel, welches ich mir gesetzt und jetzt schon geschafft habe! 


Ich genieße mein Leben hier in vollen Zügen, mit alles Höhen und Tiefen, jeden einzelnen Moment lass ich tief in mein Herz hinein, und sammle viele Erfahrungen und Erinnerungen für meine Seele und meinen Charakter! Ich bin unendlich dankbar, diese Chance zu haben und werde aus ihr in meinem Leben noch garantiert profitieren! 

Hier sind meine ersten 2 Monate 
kurz in Videos zusammengefasst :)













Ich hoffe, dass sie funktionieren, zur Not findet ihr sie auch auf meiner Facebook- Seite :) 
Wenn ihr den Anfang nicht mitbekommen habt, schreibe ich euch unten auch noch den Link meines alten Blogs nieder :)

Ich danke euch fürs Lesen und hinterlasst gerne Kommentare über Themen, von denen ihr ggf gerne was hören möchtet! 

Bis dann, eure Franny! 

Links: